ESA sucht Astronauten

Die ESA sucht Astronauten. Für alle, die jetzt hurra rufen, genau das habe ich gebraucht, um meinem Leben einen Sinn zu verleihen – warten wir mal ab, was die Bedingungen sind. Ich weiß ja nicht, ob das immer noch ist, nach all den Hollywoodfilmen, die ich gesehen habe, aber der Viehböck hat damals bei einem Vortrag in St. Ursula (jaja, da war ich in der Schule) gemeint, Plomben haben in einem Astronautenmaul nichts verloren. Also entweder ich lass mir jetzt ein paar Zähne ziehen, oder das wars für mich. Aber vielleicht stimmts ja auch nicht mehr.
Nichtraucher sein ist vielleicht auch nicht von Vorteil. Wäre doch nicht unbedingt günstig, wenn einem dort oben die Zigaretten ausgehen oder man überhaupt gleich die Streichhölzer vergisst.

Die ESA rechnet jedenfalls mit zigtausenden Bewerbern. Die möglichen Missionen sollen von ISS Aufenthalten bis hin zur Marslandung ein buntgefächerte Herausforderungen umfassen. Am 19. Mai gehts los.

Übrigens, die Raumfahrt ist ja an und für sich schon mal die richtige Branche, wenn man eine erfolgreiche Zukunft plant. bransonDer Milliardär Richard Branson arbeitet ja fieberhaft an seinem neuen Raumschiff, mit dem man schon für 200000 Dollar Schwerelosigkeit im Orbit genießen kann. Das sind derzeit keine 130000 Euro. Warum auch nicht.
Angeblich hat er ja schon tausende Anmeldungen, was ich gut verstehen kann. Dennis Tito hat 2001 noch 20000000 für den selben Spaß bezahlt.

Man munkelt ja, dass die NASA aus Kostengründen den Rohstoffabbau auf dem Mond an private Unternehmen (!) ausschreiben könnte. Auch für Versorgungsflüge der ISS könnten schon bald Großaufträge vergeben werden. Und spätestens dann wird richtig Kohle gemacht und wir sind in der Zukunft angekommen…

Medaillen für Österreichs Politik!

Auf einem Kongress, den ich heute zur Berichterstattung für Vienna Online im Wiener Rathaus besucht habe, hat eine meiner neuen Lieblingspolitikerinnen gesprochen, Sozialstadträtin Sonja Wehsely ist ihr Name. In Ihrer knapp 5minütigen Rede sprach sie neben anderen Dingen auch folgenden Gedanken in ungefährem Wortlaut aus: „Wir würden uns natürlich freuen, wenn es auch woanders so etwas gäbe, aber es macht uns schon etwas stolz, wenn wir hier in Österreich einen Kongress haben, wie es ihn sonstwo nicht gibt in dieser Form.“

gusi moltererWir holen Gold!
Ähnliches haben wir ja von politischen Kalibern aller Farbe zuhauf gehört, wenn mir auch kein junges Beispiel einfällt. Arbeitsmarktdaten sind ein beliebtes Vergleichsthema, oder auch Wohlstand und Sicherheit.


Ich möchte diesen Politikern nur eine Frage stellen: Wenn es ein neues Gesetz gibt, wenn wir einen neuen statistischen Wert haben, eine neue Regelung, was auch immer: Geht es uns dann wirklich besser, weil es die soundsovieltbeste Platzierung im Europaranking ist? Oder geht es uns gut, weil es uns gut geht und die Maßnahmen greifen?

Ich frage mich wirklich, was all diese Vergleiche sollen. Wenn die Politiker etwas mehr Ahnung, oder nennen wir es lieber Selbstsicherheit hätten, würden sie ihren Erfolg daran ablesen, wie die Bevölkerung darauf reagiert, und nicht welche Position in der Eurpoa-Highscoreliste wir einnehmen.
Wenn unsere Politiker bei den Olympischen Spielen um Medaillen kämpfen würden, wäre dieser Ehrgeiz ja berechtigt, aber immerhin geht es ja darum, ihr Land zu einem zu machen, in dem es sich besser leben lässt.

Jeder weiß, dass sich mit anderen Ländern anhand von Zahlen zu vergleichen gar keinen Sinn macht. Ich vergleiche auch nicht, ob ein Outfit besser ist, ohne den Menschen dazu zu betrachten, der es trägt!
Natürlich ist das eigene Leid vermeintlich gelindert, wenn man hört, dass es anderen ja angeblich noch schlechter geht. Und man gibt so halt auch eher Ruhe.
Vielen Dank liebe Politiker, dass ihr so gewissenhaft um uns bemüht seid!

Füttern wir das Internet!

Das anonyme, große, unüberschaubare Internet – ist eine Illusion. Die Zeiten, in denen jeder tun und lassen konnte, was er wollte, ohne dass es jemand mitbekommt, sind vorbei. Weiß das jeder?
Bei wie vielen Communities seid ihr und eure Freunde registriert? MySpace, Facebook, Flickr, StudiVZ, YouTube? Die Übersicht verloren?

Unsere Freunde, ob wir sie nun in der realen Welt kennen oder nicht, wissen Bescheid über uns. Vorgesetzte wissen über uns Bescheid. So ist das Internet nun mal. Und wir sollten nichts dagegen haben. Oder gibt es etwas zu verbergen?


Google speichert alle Suchbegriffe, die jemals eingegeben wurden. Google will die Weltherrschaft. Google will das ganze Netz. Lädt das ganze Netz runter, und alle Bücher hoch. Google speichert jeden Begriff, der eingegeben wird.
Die 3 großen Ps: Pills Pornography und Poker.
Google ist mächtig. Google weiß was die Menschen suchen.

Was weiß das Internet über dich? Interessierte…
Wer hier nichts gefunden hat – kein Grund zur Sorge – du wirst nicht mehr lange ein Niemand sein im Web.

Mich beunruhigt das überhaupt nicht. Ich finde es fantastisch. In Wirklichkeit verleiht es uns mehr Freiheit. Freiheit, uns selbst zu verwirklichen. Uns selbst darzustellen. Endlich jemanden finden, um seine Bierdeckel zu tauschen, Hibiskussamen zu schicken, um sein Fleisch zu verspeisen. Feinde zu denunzieren.
Fühle dich nicht bedroht durch das Internet. Du musst ja nicht alles hochladen was in deinem Kopf vorgeht.
Du musst nicht alles tun, was Google vormacht. Google lädt derzeit ganze Bibliotheken hoch. Lust auf Darwin? Was bedeutet das für uns? Was bedeutet uneingeschränkter Zugang zu Universitäts-Bibliotheken für einen armen Studenten irgendwo in Russland, Indien, Afrika?

Es ist spannend, es ist neu (immer noch), und wir müssen uns erst an diese neue Welt gewöhnen. Füttern wir unser großes Baby. Vielleicht werden wir einmal darauf angewiesen sein.